Immer wieder hören wir im Gottesdienst Lesungen aus der Apostelgeschichte und den Briefen des Paulus. Doch einmal an den Orten zu stehen, von denen die Apostelgeschichte berichtet oder die Adressaten der Briefe lebten, das waren die ganz besonderen Erlebnisse dieser Reise. Diakon Adrian Koczy, unser Reiseleiter, und Pastor Lukaszczyk aus Bielefeld hatten kenntnisreich die Texte ausgesucht, die wir in Gottesdiensten und geistigen Impulsen in Thessaloniki, Korinth und Athen hörten. Berührend war das Geschenk eines kleinen roten Stoffläppchens für jeden und jede von uns. Unsere mitreisende Ordensschwester mit Taufnamen Lydia erinnerte damit in Philippi an die Taufe der Purpurhändlerin Lydia, die der Überlieferung nach die erste Christin Europas war.
Auf den Spuren des Apostels Paulus – Reisebericht Griechenlandreise
Natürlich gab es viele weitere Highlights für uns. Da ist zunächst einmal das Land der Orthodoxie. Immer wieder führte unsere kundige Reiseleiterin uns durch Kirchen und Klöster. Besonders beeindruckten uns neben alten Mosaiken und Ikonen die auf hohe Felsen gebauten Meteoraklöster, die zwischen Himmel und Erde zu schweben scheinen. Bei den vielen Zeugen des antiken Griechenlands galt es eine Auswahl zu treffen. Wir besuchten Delphi, die berühmte Orakelstätte, stiegen hinauf zu den Ruinen von Mykene, dem Sitz mythischer Könige wie zum Beispiel Agamemnon, staunten über die ausgestellten Schätze im neu erbauten beeindruckenden Museum an der Akropolis. Wir reihten uns ein in die Touristenschar, um einmal von der Akropolis auf die riesige Stadt Athen (über 3 Mio. Einwohner im Großraum Athen) hinabzublicken und genossen am Kap Sounion den Blick durch die Ruinen des Poseidontempels aufs Mittelmeer.
Ein Hotel lag direkt am Meer und ließ Sehnsucht nach Urlaub aufkommen. Aber dafür waren wir ja nicht gekommen. Dennoch gab es immer wieder Zeiten der Erholung bei von freundlichen Griechen servierten Mittag- und Abendessen mit griechischem Wein und anregenden Gesprächen in der Gruppe.
Nach einer intensiven Woche flogen wir nach Hause bereichert durch viele schöne Erlebnisse und Erfahrungen.
Dorothee Lenk
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